Formationstanz

TanzSportClub Niddatal e.V.


Formationstanz ist Teamsport.
Auf einer Fläche von 14x14m vertanzen hier acht, mindestens sechs, Paare die lateinamerikanischen Tänze Samba, ChaCha, Rumba, Jive und Paso Doble oder die Standardtänze wie langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep. Diese Tänze unterscheiden sich nicht nur im Takt, sondern auch in den jeweiligen Charakteren und Darstellungsformen.

Im Formationstanz kommt es nicht nur darauf an, im einzelnen Paar zu überzeugen, sondern es wird die Leistung der gesamten Gruppe bewertet. Die Kriterien sind hierfür in den Wertungsrichtlinien des DTV klar geregelt und werden wie folgt beschrieben:

„Ziel einer Formationsdarbietung ist es, durch tanzende Paare zur Musik einer Turnierart mit einer Auswahl tanzspezifischer Bewegungsabläufe synchron auf der Tanzfläche abwechslungsreiche, für Augenblicke stationäre oder bewegte, nachvollziehbare Bilder zu gestalten. Formationsprogramme leben vom Wechsel der Musik und der Bewegung, ohne dass in den einzelnen Tänzen der Charakter und - einschließlich der Übergänge – der Eindruck einer geschlossenen tänzerischen Darbietung verloren geht.“

Die lateinamerikanischen Turniertänze

Samba
Die Samba geht auf afrikanische Tänze zurück. 1917 wurde sie zum Haupttanz des Karnevals in Rio de Janeiro und um 1950, in geglätteter Form, Modetanz in den USA und Europa. Getanzt wird Samba im 2/4- oder 4/4-Takt mit kleinen Schritten und wiegenden Körperbewegungen. Einer ihrer "Söhne" ist der Bossa Nova, der Anfang der 60er Jahre entwickelt wurde.

ChaChaCha
Der aus Kuba stammende Tanz entwickelte sich zu Beginn der 50er Jahr aus dem Mambo. Bald darauf wurde er auch in Europa bekannt. ChaChaCha wird im 4/4-Takt getanzt und hat seinen Namen von drei kleinen Schritten, die auf den übergang von der vierten zur ersten Takteinheit fallen.

Rumba
Der in Kuba kreierte, ursprüngliche Tanz afro-kubanischer Plantagenarbeiter etablierte sich um 1930 als Gesellschaftstanz in Europa. Als offener Paartanz wird die Rumba mit ausgeprägten Hüftbewegungen im 4/4-Takt ausgeführt.

Paso Doble
Die spanische Bezeichnung "Paso Doble" steht für "Doppelschritt". Aus einem spanischen Paartanz hervorgegangen wird der Paso Doble im 2/4- oder 6/8-Takt getanzt.

Jive
Dieser Tanz im 4/4-Takt ist die "entschärfte" Form des Jitterbugs. Der Jitterbug wurde mit improvisierten, oft akrobatischen Figuren zu Boogie-Woogie-Rhythmen getanzt und ist den 40er Jahren in den USA und nach 1945 auch in Europa populär geworden.

Ablauf der Turniere

Während der Turniere wird die Qualität der Choreographie durch fachkundiges Publikum, vor allem aber durch professionelle Wertungsrichter, bewertet. In einer Vorrunde wird entschieden, wer im Finale im "großen", bzw. "kleinen" Finale tanzt. Diese Unterteilungen tanzen dann separat und nach einer offenen Wertung werden die Platzierungen im gesamten Teilnehmerfeld bekannt gegeben. Speziell im Bereich Formationstanz legt man Wert auf Genauigkeit und Synchronität in der ganzen Formation. Alle Beteiligten müssen mit viel Trainingseinsatz, Fleiß, Konzentration und Kondition dafür sorgen, dass die Formation als komplette Gruppe eine einheitliche Darbietung zeigen kann.

Was wird beim Formationstanzen bewertet?

Musik
Es wird festgestellt, ob die Musik durchgängig ist oder Lücken aufweist und ob die Stimmung der Musik durch die Formation ausdrucksstark wiedergegeben wird.

Tänzerische Leistung
Die Qualität der tänzerischen Bewegung in jedem Tanz und das allgemeine tänzerische Niveau der Formation ist entscheidend.

Ausführung und Choreographie
Hier wird die Präzision und Genauigkeit der Linienführung, die Lesbarkeit der Bilder in den übergängen zwischen Figuren und Tänzen sowie die Aufteilung und Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche beurteilt.

Durchgängigkeit und Charakteristik
Bewertet wird, ob die Choreographie durchgängig und harmonisch ist oder Lücken aufweist. Weiterhin ob von allen Paaren die tanztypischen Rhythmen und eigenen Charakteristiken der jeweiligen Tänze gezeigt wird.